Wissenswertes über Funk das dazu beiträgt die Richtige Entscheidung für eine
Krisenabsicherung zu treffen!
Folgende Begriffe tauchen immer wider auf uns werden oft falsch verstanden:
Hertz, Frequenz, Band, Bandbreite, Kanal, Welle, Wellenlänge, Funkwelle,
Funkwellen sind elektromagnetische Wellen diese breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus.
In HERTZ und FREQUENZ wird gemessen wie oft diese Pro Sekunde schwingt, also von Sender abgestrahlt wird.
1 Hertz würde bedeuten das jede Sekunde eine Welle abgestrahlt wird welche dann eine Wellenlänge von 300 000 Kilometer hätte. Dies ergibt sich durch die Lichtgeschwindigkeit.
10 Hertz würde bedeuten 10 Wellen pro Sekunde mit einer Wellenlänge von 30 000 Kilometer.
Das wäre so als ob ein Funkgerät eine Taschenlampe wäre und man diese pro Sekunde zb 10 mal ein und ausschaltet. Bei Radiosendern welche zwischen 80 bis 100 MHz senden wären das
80 bis 100 Millionen Lichtstrahlen pro Sekunde!
Der Begriff „Hertz“ kommt von Heinrich Rudolf Hertz, einen deutschen Physiker. Er konnte 1886 als Erster elektromagnetische Wellen im Experiment erzeugen und nachweisen. Ihm zu Ehren wird die International Einheit für die Frequenz als Herz bezeichnet.
Frequenzen welche für die Funk, Radio und Fernsehübertragung Verwendung finden werden unter anderen eingeteilt in:
Langwellen, Mittelwellen, Kurzwellen, Ultrakurzwellen, Dezimeterwelle,
Jede Wellenlänge hat dabei ihre Vor und Nachteile!
Langwellen haben eine Frequenz von 30 bis 300 kHz also 30 000 bis 300 0000 pro Sekunde.
Dabei eine Wellenlänge von 10 bis 1 Kilometer. Man spricht deswegen auch von Kilometerband.
Sie breiten sich am Boden aus, deswegen kann man Theoretisch auch weite Gebiete mit bis zu Tausend Kilometer mit Radiosendungen versorgen. Aber sie werden von Bergen und Hügel verschluckt. Deswegen haben sie sich nicht für Radiosendungen durchgesetzt. Verwendung finden sie auf Schiffen oder U-Booten beim Seefunk.
Mittelwellen haben eine Frequenz von 300 bis 3000 kHz und eine Wellenlänge von 1000 bis 100 Metern. Sie Reflektieren sich an der Ionosphäre. Dadurch wäre sogar ein Weltweiter Empfang möglich aber in sehr schlechter Qualität. Ihre Bodenwelle erreichen etwa 300 Kilometer.
Deswegen sind sie für Radiosendungen brauchbar wenn man über mehrere Hundert Kilometer übertragen möchte. Der Nachteil ist das sich Radiosender gegenseitig stören können. Die Qualität ist auch nicht die beste. Deswegen sind die meisten Mittelwellensender auch verschwunden.
Kurzwellen haben eine Frequenz von 3000 und 30 000 kHz, also 3 mHz und 30 mHz und einer Wellenlänge zwischen 100 und 10 Meter. Da sie sich besonders gut an der Ionosphäre Reflektieren kann mit ihnen Weltweit übertragen werden. Die Bodenwelle ist sehr schlecht mit einer Reichweite von 30 Kilometer. Diese Frequenz wurde während des 2 Weltkrieges und in der Zeit des kalten Krieges gerne zu Propagandazwecken genutzt. Auch für die Versorgung von Spionen eine wichtige Welle. Amateurfunker nutzen ebenfalls gerne die Kurzwelle um International Funken zu können.
Die Nachteile sind das sie etwas Instabil sind, zu ausfällen neigen und sich gegenseitig stören wenn
starke Sender die gleiche Frequenz benutzen. Deswegen werden heute kaum mehr Radiosendungen damit übertragen. Sie wurden vom Internet abgelöst.
Ultrakurzwellen, auch bekannt als UKW haben eine Frequenz von 30 bis 300 mHz und eine Wellenlänge von 10 bis 1 Meter. Deswegen wird es auch Meterband genannt. Sie haben eine Reichweite von 50 bis 100 Kilometer.
Wegen ihrer Zuverlässigkeit, Wetterunabhängigkeit und weil Funkübertragung in hoher Qualität möglich ist haben sie sich zb für die Übertragung von Radiosendungen durchgesetzt.
Weltweiter Radiostandard liegt zwischen 80 bis 110 mHz. Wegen der geringen Reichweite stören sich auch Sender nicht gegenseitig.
Andere Frequenzen zb 108 bis 117 mHz wird für Flugfunk verendet.
Aber auch Behördenfunk nutzt das Meterband.
Im UKW Bereich liegt auch das 2 Meterband, es liegt zwischen 140 bis 170 mHz und wird teilweise sowohl für den Amateurfunk verwendet als auch Behörden und Betriebsfunk.
UHF hat eine Frequenz von 300 MHz bis 3 GHz und eine Wellenlänge von 100 bis 10 cm.
Sie wird auch als Dezimeterwelle bezeichnet.
Nachdem es in diesem Bereich eine grosse Nachfrage gibt sind diese in 80 Frequenzbereiche unterteilt. WLAN nutzt zb diese Frequenz.
Teile davon werden von Behörden, Militär oder auch Flugfunk und TV Übertragungen genutzt.
Es geht dann weiter zu Zentimeter und Millimeterwellen, über Mikrometer bis zu Nanometerwellen welche dem sichtbaren Licht entsprechen.
Ein THz entspricht eine Billion Wellen pro Sekunde. Sichtbares Licht schwingt pro Sekunde zwsichen 384 bis 705 Billionen mal.
Darüber hinaus Petahert mit einer Billiarde Schwingungen pro Sekunde ( zb Röntgenstrahlung)
und Exaherz mit einer Trillion Schwingungen pro Sekunde. (Gammastrahlen)
Was gibt es nun für Unterschiede bei den Funkgeräten?
Da gibt es die Freien Funkgeräte welche jeder auch offiziell verwenden darf.
Dazu zählt fast Weltweit der CB Funk, und in Europa auch PMR. Deutschland kennt auch noch Freenet. Alle dies Funkgeräte sind „echte“ Funkgeräte, jedoch auf stark gedrosselt.
CB Funk nutzt zb die Kurzwelle in Bereich 27 000 mHz. Da aber die Sendeleistung auf
4 Watt beschränkt ist breitet sich die Bodenwelle im Freiland 10 bis 30 km, in der Stadt meist unter 5 Km aus. Mit viel Glück erreicht man aber CB Funker weltweit über die Reflektierenden Wellen in der Ionosphäre. Allerdings auch bei den 4 Watt sehr selten aber möglich. Da in diesem Bereich die Wellenlänge 11 Meter hat spricht man auch von 11 Meter Band. Die 40, bzw 80 Kanäle in Deutschland sind nichts anderes als voreingestellte Frequenzen um den Laien damit den Umgang zu erleichtern. Wer auf Kanal 1 sendet müsste ansonsten 26,965 MHz einstellen.
PMR Funk nutzt die UHF Frequenz bei 446 MHz. Die Geräte sind auf 0,5 Watt gedrosselt.
Kanal 1 liegt hier zb auf: 446,00625 MHz. Einige Geräte lassen sich jedoch umstellen auf die sogenannte „Export“ Variante welche dann bei 3 bis 5 Watt liegt. 446 MHz liegt im 70cm Band. Obwohl die Leistung viel geringer ist als bei CB Funk kommt man auf ähnliche oft sogar höhere Reichweiten in der Stadt weil die 70cm Wellen besser Häuser durchdringen. Stahlbeton macht ihnen jedoch wieder größere Probleme als Kurzwellen. Wobei hier auch jeder Funker unterschiedliche Erfahrungen macht!
Behördenfunk sind Frequenzen welche speziell für Behörden wie Polizei, Militär, Feuerwehr
oder Rettungsdienste reserviert sind. Dort sollte man nicht hineinfunken weil diese dann schnell
versuchen einen zu Lokalisieren!
Betriebsfunk: Sind Frequenzen für welche Betriebe eine Gebühr bezahlen um diese nutzen zu dürfen. Sie haben dafür die Garantie das sie dort nicht von anderen gestört werden. Beispiele sind; Taxi, Botendienste, Firmen, Baustellen, Detektive aber auch Vereine.
Der meiste Betriebsfunk liegt im 2 Meter Band da dieses dafür am besten geeignet ist.
Guter Empfang auf 50 Kilometer auch in der Stadt.
Amateurfunkgeräte sind Funkgeräte welche auf vielen Bändern, also Frequenzen Empfangen und Senden können. Es dürfen jedoch nur jene Frequenzen verwendet werden welche nicht für Rundfunk, Betriebs Flug oder Behördenfunk reserviert wurden. Günstigen Geräten ab 100€ verfügen über eine geringe Sendeleistung und nur wenige Frequenzen. Entweder decken sie nur teile der Kurzwelle zb das 10 und 11 Meterband, oder Teile des 2 Meter Bandes, oder des 70 cm Bandes. Erst teure Geräte ab 500 bis 2000 Euro decken genügend Frequenzen ab um damit wirklich Weltweit funken zu können. Dazu braucht man ja auch die Kurzwelle. Das 2 Meter oder 70 cm Band ist nur für die Lokale Kommunikation geeignet. Dafür in besserer und stabilerer Qualität!
Offiziell braucht man für den Amateurfunk eine Lizenz. Jedoch darf die Geräte jeder erwerben solange er nicht sendet. Der Empfang von Amateurfunk ist erlaubt.
Behörden dürfen nicht absichtlich abgehört werden. Wer sich ein Amateurfunkgerät kauft und nicht in Behörden, Flug oder Betriebsfunk hineinfunkt sondern nur jene Frequenzen nutzt welche auch für den Amateurfunk freigegeben sind wird normalerweise auch keine Problem bekommen. Polizei kann nicht mehr abgehört werden da diese verschlüsselt sendet.
Des weiteren gibt es noch Funkscanner, mit diesen Geräten kann nicht gesendet sondern nur wie mit einem Radio gehört werden.
Was sind vernünftige Lösungen? Welches Gerät ist sinnvoll für die Krise?
PMR, Freent ist für alle eine Lösung welche nicht bereit sind sich mit dem Thema Funk technisch auseinandersetzen und nur eine unkomplizierte Notfallkommunikation für den Nahbereich suchen.
Hier muss die geringe Reichweite und die die wahrscheinliche Überlastung der freien Kanäle in Kauf genommen werden!
Durch das geringe Gewicht der Geräte auch für den Fluchtrucksack geeignet!
CB Funk ist für jene der bessere Weg welche bereit sind sich technisch mit dem Thema auseinandersetzen und vor allem die Möglichkeit haben Antennen aufzustellen mit denen sich die Reichweite vergrößern lässt. Die deutsche Norm mit 80 Kanälen lässt hoffen das man auch in einer Krise noch jemanden verstehen kann!
Amateurfunk ist die sinnvollste Lösung für alle welche im Krisenfall Weltweit Informationen abrufen möchte und mit gleichgesinnten in Kontakt bleiben!
Funkscanner sind eine Alternative für jene die sich in Krisenzeiten International Informieren wollen! Sie sind so einfach zu bedienen wie ein Radiogerät. Da man nicht selbt funken kann ist es auch nicht möglich jemanden zu stören und Ärger zu bekommen. Jedoch ist keine Kommunikation möglich.