Die Bogomilen, was „Gottesfreunde“ bedeutet waren ein erstes Aufleben untergegangener Urchristlicher Gemeinschaften.
Sie entstanden im 10. Jahrhundert und breiteten sich bis ins 15. Jahrhundert erst in Bulgarien, dem Balkan und bis nach Italien aus. Die meisten Anhänger lebten in Bosnien.
Selbst nannten sie sich die „Guten Christen“
Viele vermuten ihr Gründer war der Priester Bogomil welcher im 10. Jahrhundert gelebt haben soll.
Bogomil stand übersetzt für Gottlieb, Gottesfreund.
Sie wollten zurück zu einem Urchristentum das nicht auf Macht, Institutionen und äußere Formen geprägt war sondern auf innere Entwicklung des Menschen.
Was unterschied sie zu Katholischen Kirche?
Sie lehnten den Papst und jede Kirchliche Hierarchie ab.
Hatten keine Priester,
keine Kirchengebäude,
keine Ikonen.
kannten keine Kindertaufe.
Lebten Vegan da sie töten als Sünde sahen.
Vermieden Alkohol,
Verfolgten keine Andersgläubigen.
Glaubten an Reinkarnation
Sie glaubten an einen Kampf zwischen einen liebenden Gott und bösen Satan.
Die Welt war in ihren Augen aber weder Göttlich noch vollkommen Böse, sondern ein Ort wo beides nebeneinander wirkt.
Sie glaubten das Jesus nicht gekommen ist um eine Schuld zu bezahlen sondern den Menschen den Weg zu Gott zu zeigen. Er war für sie Lehrer, Wegweiser und Lichtbringer.
Sie sahen uns als Wesen auf einer langen Reise, dessen Seele durch viele Erfahrungen in jeder Inkarnation wächst.
Alle Handlungen hinterlassen Spuren und alles was wir tun und denken kehrt auf uns zurück.
Aber nicht als Strafe sondern als Lernweg für die Seele.
Erlösung geschieht nicht durch Rituale sondern durch ein bewusst geführtes Leben, Mitgefühl und inneres Erwachen.
Statt in Kirchen trafen sie sich in der Natur, dort wo sie dem Schöpfer nahe sein konnten.
Jeder Mensch konnte Vorbild sein wenn er ein Leben in Reinheit führt.
Sie lebten bescheiden, teilten mit anderen und taten gutes ohne Lohn zu erwarten.
Sie bestanden hauptsächlich aus Bauern und Handwerkern und lehnten den Handel
und Geldspekulationen ab.
Ebenso verabscheuten sie Krieg und Gewalt.
Sie unterschieden: Vollkommene, Gläubige und Zuhörer.
Vollkommene waren jene die in Askese ihren glauben lebten.
Gläubige welche ein Bürgerliches leben nach dem Bogomilischen glauben führten.
Zuhörer waren interessierte am glauben welche aber nicht danach lebten.
Erhalten sind nur die sogenannten Stećci Steine.
Wo umstritten ist ob es sich um Grabsteine handelt oder einfach Zeichen und Hinterlassenschaften ihrer Kultur.
Sie verschwanden im 15 Jahrhundert durch Verfolgung der Inquisition welche sie brutal folterte und ausrottete.
Nach Eroberung des Balkans durch den Islam traten viele verfolgte Bogomilen zu diesem über.
Es ist bemerkenswert das vom Islam sowohl Katholiken als auch Orthodoxe als ungläubige bezeichnet wurden, jedoch die Bogomilen als Christen!